Eine Geschichte, die bis ins 16. Jahrhundert reicht: von der Adelsresidenz der Rantzaus bis zum Luxushotel im einstigen Kuhstall.
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1492/1527
Das Rantzau'sche Zeitalter
Johann Rantzau (1492–1565) und sein Sohn Heinrich (1527–1598) prägen das „Rantzau'sche Zeitalter" Schleswig-Holsteins. Johann ist Feldherr in der Grafenfehde und Berater dänischer Könige, Heinrich wird Politiker, Gelehrter und für fast 40 Jahre königlicher Statthalter.
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ab 1530
Der Bau beginnt
Auf Initiative Johann Rantzaus entsteht Schloss Breitenburg.
Der Name verweist vermutlich auf die Lage an der Stör. -
16. Jahrhundert
Ausbau unter Heinrich
Heinrich Rantzau erweitert das Schloss um einen dritten Flügel und lässt es stärker befestigen. Die Breitenburg wird zum wichtigsten Adelssitz der Familie. Fünf Kilometer westlich entsteht in seinem Auftrag der Tempel von Nordoe.
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1598
Heinrichs Tod
Wie zuvor sein Vater, stirbt Heinrich Rantzau auf der Breitenburg.
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1627/1643
Krieg und Plünderung
Im Dreißigjährigen Krieg wird das Schloss zweimal erobert – erst durch kaiserliche, dann durch schwedische Truppen. Bücher aus Heinrichs berühmter Bibliothek sind seither in ganz Europa verstreut.
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19. Jahrhundert
Neubau im Historismus
Nach Jahren des Verfalls wird das Schloss im Stil des Historismus neu errichtet.
Es bleibt bis heute im Besitz der Familie zu Rantzau. -
2021
Vom Kuhstall zum Hotel
Auf dem historischen Gutsgelände eröffnet das Hotel Breitenburg. Ein alter Kuhstall wird aufwendig restauriert – die historische Bausubstanz bleibt erhalten, ergänzt um modernes, luxuriöses Ambiente.
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Heute
Geschichte trifft Erholung
Stilvolle Zimmer, gehobene Küche, großzügiger SPA-Bereich und der direkt angrenzende Golf-Club Schloss Breitenburg verbinden historischen Charme mit zeitgemäßem Luxus.
Ein Märchendichter zu Gast.
Nur wenige wissen es: Hans Christian Andersen, Schöpfer von „Die Prinzessin auf der Erbse“ und „Die kleine Meerjungfrau“, war mehrfach Gast auf Schloss Breitenburg. Zwischen 1840 und 1843 besuchte der dänische Dichter seinen Freund Graf Conrad von Rantzau-Breitenburg, den damaligen Schlossherrn, gleich mehrmals.
Seinen ersten Aufenthalt im November 1840 verarbeitete Andersen literarisch in „Eines Dichters Bazar“ – die Bibliothek, der Schlosspark mit seinem alten Brunnen und die Landschaft des Störtals hatten es ihm angetan. Im Februar 1843 kehrte er für mehrere Wochen zurück und arbeitete in der Ruhe des Schlosses an seinem Drama „Ahasverus“ und an einer Biografie über den Bildhauer Thorvaldsen. Zwei weitere Besuche im Mai und Juni desselben Jahres folgten.
Für Andersen war Breitenburg eine Oase der Ruhe – ein Ort, an dem Kunst, Natur und Freundschaft in seltener Harmonie zusammenkamen. Genau dieses Gefühl möchten wir unseren Gästen bis heute schenken.
Auf Andersens Spuren wandern
Seit Kurzem erinnert der Hans-Christian-Andersen-Steig an die Besuche des Dichters. Der Wanderweg führt vom historischen Rathaus in Itzehoe durch das Störtal bei Münsterdorf bis nach Schloss Breitenburg.
Länge: knapp 12 km
Dauer: rund 3 Stunden
Schwierigkeit: auch für Ungeübte gut machbar, durchgehend markiert
Entlang der Route finden sich Originalzitate Andersens von seinen Besuchen. Wer tiefer eintauchen möchte: In der Touristinfo Itzehoe gibt es für 5 € ein Büchlein mit seinen Texten über Breitenburg und das Störtal – der ideale literarische Begleiter.